| Einteilung der Megalithgräber in Deutschland | |||||||||||||||
| Die
erfassten Megalithgräber wurden nach der Größe, der Form,
der Aufbau, die Ausrichtung und die Einfassung eingeteilt. Es kam hier im
Laufe der Geschichte, zu unterschiedlichen Kriterien, die im Zeitraum von
1938 (durch E. Sprockhoff) bis 1971 angeglichen wurden. Diese Unterschiede
resultieren zu einem großen Teil aus der Tatsache, daß die Ausgräber
die vollständige Anlage, E. Sprockhoff dagegen nur die an der Oberfläche
sichtbaren Teile registrieren konnte. Nach Aussprachen mit E. Sprockhoff und dem Museum für Ur- und Frühgeschichte Schwerin, kam dann die im folgenden angegebene Unterteilung in 6 Grabtypen zustande: |
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| Bei den ersten 4 Formen konnten bei den Ausgrabungen verschiedene Bauvarianten festgestellt werden. Im Hünenbett ohne Kammer, sieht man nur mit Vorbehalt, ein Megalithgrab. Die typische Grabkammer des Megalithgrabes, aus großen Blöcken errichtet, fehlt ja hier. | |||||||||||||||
| Der Urdolmen | |||||||||||||||
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Der Urdolmen
besteht aus kleine rechteckige Grabkammern, die ursprünglich nur
für einen Toten bestimmt war. Meist nicht über 2,0 m lang, und
1,0 m breit und 1,0 m hoch. Aus 4-6 liegenden Blöcken zusammengesetzt
und mit einem lang auf der Kammer ruhenden Deckstein verschlossen. Die
Diele ist mit Platten oder Rollsteine ausgelegt, über die ein Lehmestrich
gezogen wurde.
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| Der Erweiterte Dolmen | |||||||||||||||
| Der
erweiterete Dolmen besteht aus einer rechteckigen Grabkammer, die nicht
über 2,5 m lang, 1,5 m breit und 1,5 m hoch ist. Sie besteht in der
Regel aus 5 bis 6 stehenden Blöcken und mit 2 querliegenden Decksteinen.
Die Lücken zwischen den Wandsteinen sind mit einem Mauerwerk aus Rotsandsteinenplatten
gefüllt. Der Zugang erfolgt an einer Schmalseite. Der erweiterte Dolmen unterscheidet sich vom Urdolmen vor allem dadurch, daß die Wandsteine der Kammer stehend aufgestellt wurden.
Die Aufstellung und Ummantelung aller noch vorhandenen erweiterten Dolmen, zeigt eine überraschende Einförmigkeit. |
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| Der Großdolmen | |||||||||||||||
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Der Großdolmen
besteht aus einer rechteckigen oder trapezförmigen Grabkammer, die
über 8,0 m lang, 2,5 m breit und 1,5 m hoch ist. Sie besteht in der
Regel aus 8 bis 12 stehenden Blöcken und mit 3 bis 5 querliegenden
Decksteinen. Die Lücken zwischen den Wandsteinen sind mit einem Mauerwerk
aus Rotsandsteinenplatten gefüllt.
Ebenso wie den erweiterten Dolmen, ist der überwiegende Teil der erhaltenen Großdolmen mit einem ovalen oder runden Erdhügel umgeben wurden. Zahlreiche Großdolmen stehen quer am Ende oder in der Mitte von rechteckigen oder trapezförmigen Hünenbetten, wobei die letztere Form bei weitem überwiegt. |
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| Das Ganggrab | |||||||||||||||
| Das
Ganggrab besteht aus einer bis zu 10 m langen, 2,6 m breiten und 1,8 m hohen
Grabkammer, die eine rechteckige, eine trapezförmige oder eine stumpfovale
Form hatte. Sie sind meißtens aus 10 bis 12 stehenden Blöcken zusammengesetzt und mit 3 bis 5 querliegenden Decksteinen verschlossen. Die Lücken zwischen den Wandsteinen füllen Trockenmauerwerke aus flachliegenden Platten. Die Decksteine ruhen nicht immer direkt auf den Wandsteinen der Kammer, sondern werden von kleineren Blöcken gehalten.Die Dielen innerhalb des Grabes, sind meißtens mit Platten oder kleinen Rollsteinen ausgelegt und mit Lehm überzogen wurden. Der Zugang erfolgte duch 2 bis 5 m lage, 0,8 m breite und ca. 0,8 bis 1,0 m hohe Gänge, die immer durch eine Lücke zwischen den Wandsteinen einer Langseite in die Grabkammer führen. In der Regel bestehen sie aus 2 bis 4 Wandsteinen an den Langseiten und ebenso viele Decksteine. Im Gegensatz zu den anderen Megalithgräbern, besitzt das Ganggrab einen besonders ausgeprägte Gang mit baulichen Details. |
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![]() Querschnitt Ganggrab |
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| Das Hünenbett ohne Kammer | |||||||||||||||
Bei
den Gräbern dieser Art handelt es sich nicht um Megalithgräber
im eigentlichen Sinne, denn es fehlt die aus großen Blöcken zusammengestellte
monumentale Kammer. Sie enthalten flach in den anstehenden Boden eingetiefte
Einzelgräber, die mit Rollsteinschichtungen umgeben sind. Die Einfassung
dieser Betten sind zum Teil aber aus so großen Blöcken errichtet,
daß man vom Äußeren her ohne weiteres von Großsteingräbern
sprechen kann. Andererseits ist nach dem heutigen Zustand bei einer ganzen
Reihe von Gräbern nicht zu unterscheiden, ob es sich bei den Hünenbetten
ohne sichtbare Kammern um wirkliche kammerlose Anlagen handelt.
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| Die Steinkiste | |||||||||||||||
| Die Steinkiste ist in der Geschichte der Megalithkultur, die jüngste Grabform des Spätneolithikums. Viele Gräber diesen Types, kann man in Dänemark und Schleswig-Holstein bewundern. In Mecklenburg, der Hochburg der Megalithgräber, ist auch eine große Anzahl von Steinkisten bekannt geworden, die aber durch ihre kleinen Abmessungen nur schwerlich zu den Megalithgräbern gezählt werden können. | |||||||||||||||
| Unbestimmbar | |||||||||||||||
| Als unbestimmbar gelten jene Megalithbauten, die zwar als solche identifiziert wurden, aber durch den Grad Ihrer Zerstörung, keiner Einordnung mehr genügen konnte. | |||||||||||||||