Lexikon der Begriffe

Dolmen 
Dolmen [der; kelt., frz., "Steintisch"], vorgeschichtl. Grabform der Jungsteinzeit u. frühen Bronzezeit; eine aus 3-6 Steinblöcken (Tragsteinen) gebildete Grabkammer, die mit einem oder mehreren Decksteinen bedeckt ist u. meist mit einem Erdhügel überwölbt war. Setzt sich aus dem Wort Toal = Tisch und Men = Stein zusammen.

Cairn
Cairn [kaern; kelt. carn, "Steinmal"; davon abgeleitet der Name der französ. Gemeinde Carnac], in Frankreich u. auf den britischen Inseln ein Megalithgrab, das von einem künstlich aufgeschichteten Hügel aus Steinen umgeben ist. Ein bes. großer C. ist in Barnenez in der Bretagne.

Menhir  
Menhir, (bretonisch Men = Stein und Hir = lang). Bearbeiteter oder unbearbeiteter in vorgeschichtlicher Zeit in kultischer Funktion aufgestellter, aufrecht stehender Stein.
Häufig auch Hinkelstein genannt, was aus der Veralberung des Wortes Hünenstein zu Hühnerstein (plattdt.: Hinkelstein) enstand.

Kuppelgrab 
Kuppelgrab, eine bes. in der späteren myken. Kultur vorkommende Form des Fürstengrabs, wobei eine hohe Grabkammer in Form eines "falschen Gewölbes" (allmähl. Überkragen der Steine nach innen, so daß der Raum nach oben immer enger wird) ausgebildet ist; zugängl. durch einen Gang (Dromos).

Stonehenge
Stonehenge [!st.unh&nd)], sakrale Steinkreisanlage vom Ende der Jungsteinzeit u. Beginn der Bronzezeit nördl. von Salisbury (Grafschaft Wiltshire) im Zentrum der Wessex-Kultur Englands. Sie besteht aus zwei Steinkreisen mit hochragenden, säulenartigen Vierkantblöcken; auf je zweien lag ein waagerechter Stein. Fünf solcher Trilithen, hufeisenförmig angeordnet, umgeben im Innern einen "Altarstein" u. eine kleine hufeisenförmige Steinsetzung. Um diesen Kreis ist ein zweiter Trilithenkreis aus 30 Steinen von 4,1 m Höhe aufgerichtet; die ganze Anlage umgab ein Kreisgraben von 114 m Durchmesser. In der verlängerten Längsachse des Hufeisens fand man Spuren einer "Avenue", über die zur Zeit der Sommersonnenwende die aufgehende Sonne auf den Altarstein fällt. Die genaue astronom. u. kult. Funktion des Denkmals steht nicht fest. Die Anlage wurde während ihres Bestehens mehrmals umgebaut, das Material (Sandstein) aus etwa 30 km Entfernung herbeigeschafft.

Jungsteinzeit 
Jungsteinzeit, Neolithikum, ursprünglich in einem verfeinerten `Dreiperiodensystem der letzte Abschnitt der Steinzeit, in dem geschliffenes Steingerät u. auch Keramik auftreten. Seit den Arbeiten des brit. Prähistorikers G. Childe wird als maßgebliches Kennzeichen dieser Epoche der Beginn von Ackerbau u. Tierhaltung angesehen, womit die J. durch den Übergang von der aneignenden (Altsteinzeit) zur produzierenden Wirtschaftsweise charakterisiert ist. Die jüngste Forschung geht sogar noch einen Schritt weiter, indem erst dann von einem Neolithikum gesprochen wird, wenn die Gesellschaftsform einer Menschengruppe von der produzierenden Wirtschaftsweise abhängt, wie es sich archäolog. z. B. in der dörfl. Siedlungsstruktur niederschlägt. Childe prägte für die Einführung der produzierenden Wirtschaftsform den Begriff "neolithic revolution" [engl., "neolithische Umwälzung"] in Anlehnung an die "industrielle Revolution". Die J. nimmt sowohl in den einzelnen Erdteilen als auch innerhalb Europas sehr verschiedene Zeiträume ein. Daher ist der heute in den meisten Ländern übliche Begriff "Neolithikum" [grch. neos, "neu", u. lithos, "Stein"] vorzuziehen, da er keinen Zeitbegriff enthält; denn zur gleichen Zeit können Jäger-Sammler-Kulturen neben den bäuerlichen Kulturen der J. bestehen, wie z. B. noch heute die Kulturen der Eskimos oder der austral. Eingeborenen im Gegensatz zu unserer eigenen Kultur. Das Neolithikum läßt sich in einzelne Entwicklungsstufen unterteilen, die jedoch nicht überall auf der Erde durchlaufen werden müssen. Man unterscheidet ein Protoneolithikum, das durch Ernte- u. Bodenbau-Kultur sowie durch den Nachweis von Vorratshaltung als Grundlage für die Seßhaftigkeit charakterisiert ist, ein akeramisches Neolithikum, das (i. e. S.) durch Ackerbau u. Tierhaltung, daneben durch komplexe, auf dörfliche Organisation hinweisende Architektur charakterisiert ist, ein keramisches Neolithikum, bei dem zum letztgenannten die Töpferei hinzukommt u. mit dem die J. in Mitteleuropa einsetzt, u. schließlich ein Chalkolithikum (`Kupferzeit). Im Vorderen Orient wird das akeramische Neolithikum in zwei Phasen unterteilt: Pre Pottery Neolithic A u. Pre Pottery Neolithic B [engl., "vorkeramisches Neolithikum", Abk. P. P. N. A u. P. P. N. B]. Das P. P. N. A zeichnet sich u. a. durch Rundhäuser, das P. P. N. B durch mehrräumige Viereckhäuser aus. Bislang meinte man, daß der Übergang von der aneignenden zur produzierenden Wirtschaftsweise am Beginn des Holozäns stattfand, d. h. nach dem Ende der letzten Eiszeit (zwischen 10000 u. 5000 v. Chr.). An verschiedenen Stellen der Erde wurden in dieser Zeit unterschiedl. Pflanzen u. Tiere domestiziert, u. es bildeten sich sehr verschiedene kulturelle Entwicklungen heraus. Sensationell sind jedoch die jüngsten Funde von Getreideanbau im oberen Niltal, bes. in Wadi Kubbaniya, die durch Daten nach der C-14-Methode in eine Zeit zwischen etwa 16000 u. 10000 v. Chr. fallen. Es wäre damit der älteste nachgewiesene Ackerbau überhaupt, jedoch bleibt abzuwarten, ob sich mit moderneren Datierungsmethoden dieses ungewöhnl. hohe Alter der Funde bestätigen läßt. Die damalige Bevölkerung soll nicht seßhaft gewesen sein. In späterer Zeit wurde der Getreideanbau im Niltal wieder aufgegeben. Vom Vorderen Orient sind Daten dieses Alters bisher nicht bekannt. Dort wurde jedoch am besten die Entstehung des eigentl. Neolithikums im Gebiet des sog. fruchtbaren Halbmonds zwischen Israel u. dem westl. Iran untersucht, wo auch die Wildformen von Gerste u. Weizen vorkommen. Es gibt zwei wilde Weizenarten, das Einkorn u. den ergiebigeren Emmer, dessen Hauptverbreitungsgebiet in der Levante, dem mittelmeernahen Gebiet des fruchtbaren Halbmonds, liegt. Dort lieferte eine Steinpickindustrie aus dem 11. Jahrtausend v. Chr., das Kebarien, einen deutlichen Hinweis auf Ernten dieser Wildgetreide, genauso im Zagrosgebirge das sog. Zarzien. Der Ertragreichtum dieser Ernten dürfte zur Herausbildung eines Protoneolithikums geführt haben, das im 10. Jahrtausend v. Chr. in der Levante in Form des Natufien auftritt. Den Übergang zum Neolithikum i. e. S. kann man sehr gut in Jericho verfolgen, wo eine Entwicklung vom Jäger- u. Sammler-Camp (sog. Camp-Phase) bis zu einem mit einer 3 m dicken Mauer umgebenen Dorf beobachtet werden kann, in dem um 8300 v. Chr. Getreidekultivierung belegt ist. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurden Häuser u. ganze Siedlungen zuweilen zerstört u. neu errichtet, möglicherweise auch von neuen Siedlern bevölkert, so daß sich schließlich ein Siedlungshügel herausbildete. Diese Siedlungshügel (im Vorderen Orient Tell oder Tall, in der Türkei Hüyük u. in Griechenland Magula genannt) bilden die typische Siedlungsplatzform von der J. bis in die Bronzezeit (teilweise auch länger) im Gebiet des Vorderen Orient bis auf den Balkan. Für das Zagrosgebirge konnte gezeigt werden, daß die Siedlungen des Proto- u. akeramischen Neolithikums in einem Gebiet liegen, in dem mit einer nur geringfügig höheren Niederschlagserwartung als heute Regenfeldbau möglich war. Etwa um die Mitte des 8. Jahrtausends v. Chr. setzte dort fast schlagartig die dörfl. Besiedlung ein. Erst im 6. Jahrtausend v. Chr. wurde das südlichere Gebiet Mesopotamiens von Neolithikern besiedelt. Mit dem akeramischen Neolithikum setzte auch im fruchtbaren Halbmond die Domestikation von Schaf u. Ziege ein. Die bäuerliche Lebensform verbreitete sich vom Vorderen Orient rasch in die verschiedenen Himmelsrichtungen aus. So scheinen das Indusgebiet u. auch Nordägypten davon beeinflußt worden zu sein, wo schon im 3. Jahrtausend v. Chr. gewaltige Hochkulturen bestanden. Vor allem aber wurde die neolith. Lebensform u. damit auch der Getreideanbau, die Domestikation von Schaf u. Ziege u. auch gewisse Kultformen, wie sog. Idolfigürchen (meist sitzende, sehr breitbeckige Frauen) andeuten, nach Europa übertragen. Das geschah auf zwei Wegen: 1. über die Türkei (z. B. Çatal Hüyük, Hacilar), Griechenland (z. B. Argissa Magula, Sesklo, Dimini) u. den Balkan (z. B. Karanowo in Bulgarien), wo sich schließlich die Star-evo-Körös-Kultur ausbildete u. über das Donaugebiet, aus dem sich im 5. Jahrtausend v. Chr. die Bauern der Bandkeramik nach Mitteleuropa bis ins Pariser Becken u. Polen ausbreiteten. Dabei wird es zuweilen harte Auseinandersetzungen mit der einheimischen mesolithischen Bevölkerung gegeben haben, wie u. a. die Jungfernhöhle bei Tiefenellern andeutet. In den nördlicheren Küstenzonen übernahmen die Jäger, Fischer u. Sammler einzelne Anregungen des Neolithikums, wie z. B. die Keramikherstellung u. vereinzelt Ackerbau, woraus einerseits die Ertebölle-Ellerbeck-Kultur sowie andererseits in Finnland, im Baltikum u. in Nordwestrußland die Kamm- u. grübchenkeramischen Kulturen hervorgingen. 2. wahrscheinlich auf dem Seeweg erhielt Südwesteuropa die Kenntnis des Neolithikums. Schon im 6. Jahrtausend v. Chr. wurde Zypern durch ein akeramisches Neolithikum besiedelt (Khirokitia). Der westliche Mittelmeerraum wurde aber wie Mitteleuropa erst durch ein keramisches Neolithikum erreicht, jedoch gibt es im SW (Italien, Südfrankreich, Spanien, Portugal, Nordafrika u. den Mittelmeerinseln) die neolith. Kulturen mit Abdruckkeramik (Impressokeramik). Sie zeigen kein sehr einheitliches Bild, was einige Forscher neuerdings veranlaßte, eine bodenständige Entstehung des Neolithikums in den einzelnen Gebieten anzunehmen, doch müssen auch hier die Getreidearten u. auch Schaf u. Ziege eingeführt worden sein. Die Stationen der Abdruckkeramik findet man oft in Höhen u. bis auf Ausnahmen nicht sehr weit im Landesinnern. In Nordafrika entstand das Neolithikum mit Capsientradition (`Capsien), das durch spitzbodige Keramikgefäße u. ritzverzierte Straußeneier, die vielleicht auch als Gefäße genutzt wurden, charakterisiert wird. Entgegen einer früher allgemein akzeptierten diffusionistischen Theorie (`Diffusion), die den Ursprung des gesamten Neolithikums nur im fruchtbaren Halbmond sah, lassen die archäolog. Funde der letzten zehn Jahre für einzelne Gebiete der Erde eine eigenständige Entstehung der produzierenden Wirtschaftsweise annehmen, wobei die vielen, nach der C-14-Methode errechneten Daten seit den 1960er Jahren eine sehr wichtige Forschungsgrundlage liefern. So deuten die Funde der südl. Sahara (Ahaggar, Amekni, Gabrong) u. die vielen dort entdeckten Felsbilder u. Steinhaufen, die von alten Feuerstellen stammen, auf eine eigenständige Entstehung einer Rinderhirtenkultur hin, die auch schon sehr früh (um 6000 v. Chr.) Keramik kannte (Wavy-line-Keramik). Anthropolog. Untersuchungen der Skelette u. auch die Felsbilder lassen an eine schwarze Bevölkerung denken. In Arlit (Niger) finden seit 1965 Grabungen an der größten neolith. Fundstelle Westafrikas statt, ein Friedhof mit bisher um die 50 Skelette, deren tiefer gelegene Gräber auf rd. 3400 v. Chr. datiert werden. Der bedeutendste neuere Fundort ist Nabta Playa in Oberägypten, wo Tierknochen von domestizierten Rindern, Schafen u. Ziegen u. schon für rd. 6000 v. Chr. ein früher Ackerbau nachgewiesen werden konnten. Für dieselbe Zeit sind dagegen im Niltal u. Maghreb nur rein epipaläolith. Fundstellen (`Epipaläolithikum) bekannt. Zwei weitere Entstehungszentren der produzierenden Wirtschaftsweise mögen in Ostasien gelegen haben. Eines lag im S, wo im Bereich der Hoabinh- u. der Da-pen-keng-Kultur ein frühes Pflanzertum, z. B. von Yamswurzeln, angenommen wird. Jedoch gibt es dafür bisher nur indirekte Anzeichen wie z. B. Schnureindrücke auf der Keramik. Diese tritt in Ostasien erstaunlich früh auf. Die bisher älteste Keramik der Welt wird auf rd. 10000 v. Chr. datiert u. stammt aus der Fukui-Höhle in N-Kyuschu (Japan). Sie wurde mit Finger- u. -nagelabdrücken verziert. Allerdings finden sich noch keine Anzeichen für ein Neolithikum, was also auf ein keramikführendes Mesolithikum hindeutet. Im nördlicheren China wird das früheste Neolithikum durch die Yangshao-Kultur des 5. Jahrtausends v. Chr. verkörpert, die vor allem im Gebiet zwischen den u. einschließl. der heutigen Provinzen Gansu u. Henan verbreitet war. Sie scheint die Hinterlassenschaft eines Wanderbauerntums gewesen zu sein, das vor allem durch Brandrodung die Waldgebiete urbar machte u. bes. kultivierte Hirse anbaute. Daneben wurde Wildgetreide geerntet, auch gibt es Funde von Gemüseresten, Hanf u. Seidenraupen. Neben Jagd u. Fischfang überwiegen unter den domestizierten Tieren Hunde u. Schweine, daneben kommen auch Knochen von Rind, Schaf u. Ziege vor. Leider fehlen hier noch genauere Datierungen, um die Frage einer vom Vorderen Orient völlig unbeeinflußten Entwicklung zweifelsfrei bejahen zu können. Die sumpfigeren Küstenregionen im Bereich der Chang-Jiang-Mündung wurden auch schon im 5. Jahrtausend v. Chr. von der sog. Qingliangang-Kultur besiedelt. Sie scheint jedoch durch Einflüsse aus dem S (Da-pen-keng-Kultur) u. N (Yangshao-Kultur) entstanden zu sein, wie neben der Keramik u. a. der vorwiegende Hirseanbau im Nordteil u. der Reisanbau im Südteil andeuten. Bes. interessant sind in diesem Zusammenhang die Ergebnisse der Grabungen in Ho-mu-tu. Über die Entwicklung der J. in Asien liegt allerdings noch vieles im dunkeln. So weiß man z. B. kaum etwas über die Vorläufer der Induskultur. Erst Grabungen der 1970er Jahre an dem Fundplatz Mehrgarh in Pakistan haben eine kontinuierliche Entwicklung vom etwa 6. Jahrtausend v. Chr. an mit frühem Ackerbau u. Tierhaltung (bes. Rind) ergeben. Am sichersten kann die vom Vorderen Orient unabhängige Entstehung eines Neolithikums in Mittelamerika nachgewiesen werden, wo ganz andere Pflanzen (vor allem Mais u. Bohne, dann Tomate, Avocado, Chili, Baumwolle u. a. mehr) kultiviert wurden. Unter den wenigen domestizierten Tierarten finden sich Ente, stachellose Biene u. Truthahn, in den Anden war das Lama das hauptsächl. Haustier. Durch die neue Wirtschaftsform u. die Seßhaftigkeit konnten sich in der J. differenziertere Gesellschaftsordnungen u. durch Spezialisierung erste Berufe wie möglicherweise Töpfer, Schreiner, Steinbearbeiter u. Händler herausbilden. Im Zusammenhang mit Landausbau u. Bevölkerungszunahme machten sich im Mittel- u. Spätneolithikum zunehmend regionale Sonderentwicklungen geltend, die zur Ausbildung weiterer Kulturgruppen führten: in Frankreich die Chassey-Kultur, in Großbritannien die Windmill-Hill-Kultur, in Norddeutschland u. Dänemark die Trichterbecher-Kultur, in der Ukraine die eng mit der Cucuteni-Kultur Rumäniens verbundene Tripolje-Kultur. In Mitteleuropa folgten auf dem Boden der Bandkeramik eine Vielzahl von Kulturgruppen, vor allem im W die Rössener u. etwas später die Michelsberger Kultur, im O die Lengyel-Kultur. Am Ende des 4. Jahrtausends v. Chr. kam in Westeuropa die Bestattungssitte im Megalithgrab (meist Kollektivbestattungen) auf, die sich wohl zunächst entlang der Küsten bis nach Südskandinavien u. auf die brit. Inseln ausbreitete, entlang des Rheins u. der Rhône auch bis in die Schweiz, während sie in den östl. Gebieten fehlt. Man sprach sogar von einer "megalith. Kolonisation". Da die Megalithbauten aber mit keiner einheitl. archäolog. Kultur verbunden sind, scheint es sich, wenn überhaupt, um eine religiöse Bewegung gehandelt zu haben. Gegen Ende des 3. Jahrtausends wird in Europa in zunehmendem Maße mit Metallen wie Kupfer, Blei, Silber u. Gold (`Kupferzeit) experimentiert; man spricht von einem Chalkolithikum. In Zusammenhang damit treten die Erscheinungen der Glockenbecher-Kultur u. Schnurkeramik auf, die von einigen Forschern mit großen Wanderbewegungen in Verbindung gebracht werden, möglicherweise aber auch mit sozialen Sonderstellungen zusammenhängen. Im N entstehen die mit der Schnurkeramik in Verbindung stehenden, Metall ablehnenden Einzelgrab-Kulturen. Mit dem Chalkolithikum endet die J. in Europa u. geht im 2. Jahrtausend v. Chr. in die sog. `Bronzezeit über.